Flüchtiges Leben

avatar Andreas Oberprantacher

Andreas Oberprantacher am Kongress: Crossing Borders (2009)

Es ist wohl eine der entscheidenden Paradoxien, die den Beginn des 21. Jahrhunderts markieren, dass biologisch verwertbares Leben hoch im Kurs forschungspolitischer und ökonomischer Investitionen steht, während immer mehr Menschen an den Peripherien der internationalen Finanzmärkte in ihren sozialen und politischen Zusammenhängen einem für privilegierte Mittel- und Oberschichten unwahrscheinlichen Druck ausgesetzt sind. Die Prekarität menschlichen Lebens zeigt sich allerdings nicht erst dort, wo aufgrund finanzieller Spekulationen Millionen von Menschen oft das Wenige wieder verlieren, womit sie ihr Leben zu bestreiten und einzurichten versuchten – sie wird in dem Maße in unsere politische Ordnungen eingeschrieben, wie es sich diese zur Aufgabe machen, Grenzen zur Wahrung von exklusiver Normalität zu sichern. Dieser Vortrag setzt sich zum Ziel, ausgehend von dokumentierten Ereignissen an unseren (inner,- wie zwischenstaatlichen) Grenzen, die Spuren von Menschen auf der Flucht kritisch nachzuzeichnen, die sich laut den Analysen Hannah Arendts, aber auch Giorgio Agambens, in einem besonderen Zustand der Verlassenheit befinden, der auf rechtlicher Ebene mit einer allgemeinen Krise der Menschenrechte zu korrespondieren scheint, wie sie unter anderem von Costas Douzinas konstatiert wird. Für meine Überlegungen, die der Frage gelten werden, ob und, wenn ja, in welchem Maße Flüchtlinge überhaupt ein politisches Subjekt bilden, das Anspruch auf Rechte haben könnte, werden weiters die Arbeiten von Michel Foucault und Alain Badiou wichtig sein sowie jene von Eyal Weizman, der in seiner Analyse von Israels Architektur der Besatzung die These aufstellt, dass Grenzräume „elastische Gebiete“ seien, denen die Figur des staatenlosen Flüchtlings verpflichtet ist.

The River told me

avatar Herbert Hrachovec

Über Martin Heideggers Vorlesungen zu Hölderlins Hymne “Der Ister” unter Berücksichtigung von Adolf Hitlers Generalplan Ost. Ein Vortrag von Herbert Hrachovec an der Masaryk-Universität Brünn.
 
 

Kant: analytische und synthetische Urteile

avatar Dimitrij Frank
avatar Aldo Haumann

Chimären

avatar Isabella Amir
avatar Susanne Unah

Albert Camus: Absurd ist nicht genug


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avatar Herbert Hrachovec
avatar Hans Schelkshorn

Eine Sendung der Philosophischen Audiothek, ergänzt durch eine Kapiteleinteilung und einige weiterführenden Hinweise. (Sie können von der Inhaltsangabe direkt zum entsprechenden Ort im Tondokument springen.)

Never let me go

“Es geht um die filmische sowie literarische Erzählung Never Let Me Go (dt.: Alles, was wir geben mussten) und ihre philosophische Basis. Sie wirft Fragen der Bioethik auf und versteht sie, um etwas vorwegzunehmen, teilweise parallel zu der Problematik der Kernenergie. Seht euch hier an, wieso das der Fall ist!” (David Hoffmann)

avatar David Hoffmann

Lebenszeit

avatar Bianca Theuer